Wie wollen Sie Ihr Amt als Chef der Verwaltung ausführen?

Das politische Spitzenamt erfordert von einem Bürgermeister zwei Dinge. Eine Gemeinde wie Neuenkirchen ist zum einen ein Unternehmen, das viele Mitarbeiter beschäftigt und dessen Finanzen stimmen müssen. Mit Blick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie ist mir bewusst, dass jede Ausgabe und jede Investition sehr sorgfältig abzuwägen ist, um die Gemeinde sicher durch die drohenden Wirtschafts- und Finanzkrisen zu steuern. Ich kann auch Verantwortung übernehmen, wenn´s weh tut.

Ich bin seit 20 Jahren als Unternehmer selbstständig und bringe Erfahrungen mit, wobei mir bewusst ist, dass eine Kommune wirtschaftlich viel breiter aufgestellt ist. Da muss ich mich auch auf die Fachabteilungen verlassen, die über ein großes Know-How verfügen. Für mich stehen Vertrauen und Wertschätzung im Umgang mit den Fachabteilungen an oberster Stelle. Ein transparentes Miteinander ist mir sehr wichtig. 

Zum anderen ist der Bürgermeister auch ein Repräsentant der Gemeinde und leitet die Sitzungen des Gemeinderats. Es kommt mir zugute, dass ich parteilos bin. Das macht es mir leichter, bei wichtigen Entscheidungen den Konsens im Rat zu suchen, ohne mich auf die eine oder andere politische Seite schlagen zu müssen. Viele Beschlüsse benötigen keine Parteifarbe. Und es gibt Entscheidungen, bei denen es wichtig ist, die Bürger zu beteiligen, offen und transparent zu informieren. Diese Entscheidungen dürfen nicht über die Köpfe der Bürger hinweg getroffen werden. Gemeinsam Neuenkirchen nachhaltig entwickeln – dafür werde ich mich als Bürgermeister mit aller Leidenschaft einsetzen.

Erschienen in der MV am 20.08.2020


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